Jeder sollte die Notrufnummer 112 kennen!
Das Wählen des Notrufs 112 kann Leben retten. Doch etwa jeder Fünfte (19 Prozent) in Deutschland kennt die europaweite Notrufnummer 112 nicht oder ist sich unsicher – eine erhebliche Wissenslücke, wie eine aktuelle repräsentative YouGov-Umfrage im Auftrag von Doctolib aufdeckt. Um die Nummer bekannter zu machen, findet deshalb jährlich am 11.2. der europaweite Notruftag statt.
„Die 112 ist die Nummer für schnelle, zuverlässige und qualifizierte Hilfe von Feuerwehr und Rettungsdiensten“, sagt Kommandant Jochen Ziegeler „Ein Notruf kann Leben retten – und das in ganz Europa unter der einheitlichen Nummer 112!“
Es ist wichtig, dass alle – ob jung oder alt – die Nummer kennen, um im Notfall Hilfe holen zu können. Niemand braucht Angst haben, etwas dabei falsch zu machen.
So setzt man einen Notruf richtig ab
Wenn eine akute Notfallsituation vorliegt, wie ein medizinischer Notfall, Brände und Unfälle, dann sollte man den Notruf wählen. Kann man etwas beim Absetzen des Notrufs falsch machen? „Niemand muss sich einen Fragenkatalog oder Merksätze einprägen, um einen Notruf am Telefon absetzen zu können. Die Disponenten der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst am anderen Ende der Leitung fragen alles ab, was sie wissen müssen. Die einfache Devise lautet: Dran bleiben! Außerdem erhält man bei Bedarf auch hilfreiche Anweisungen, was man selbst in diesem Moment tun kann“, erklärt Pressesprecher der Feuerwehr Waldbronn Markus Ott der hauptberuflich als Lagedienstführer in der Integrierten Leitstelle für Feuerwehr und Rettungsdienst in Karlsruhe arbeitet.
Die wichtigsten Fragen, die am Telefon abgefragt werden, sind:
- Wo ist der Notfallort?
Nach dem Sie sich mit ihrem Vollständigen Namen gemeldet haben, nennen Sie den genauen Notfallort. Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer wichtig, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in denen es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder eine „Bahnhofsstraße“ gibt.
- Was ist passiert?
Der Disponent in der Integrierten Leitstelle stellt ihnen alle notwendigen Fragen anhand einer standardisierten Notrufabfrage. Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge und Einsatzkräfte alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr, bei einem Herzinfarkt der Rettungsdienst.
- Warten auf Rückfragen!
Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf. Wichtig: legen Sie nicht einfach auf warten Sie, bis der Disponent Ihnen eine Hilfe zusagen gegeben hat und er das Telefongespräch beendet.
Wer bei der 112 ans Telefon geht, ist auf Notfälle vorbereitet: In Abhängigkeit vom jeweiligen nationalen System für den Bevölkerungsschutz kommt der Notruf zumeist bei Feuerwehr und Rettungsdienst an. Die dortigen Mitarbeiter sind für die Notrufabfrage geschult und sprechen beispielsweise in Deutschland häufig auch Englisch und in Grenznähe auch die Sprache der Nachbarregion.
Hilfs-App bei Sprachbarrieren
Für Menschen, die wegen einer Sprach- oder Hörbehinderung nicht gut oder gar nicht telefonieren und den Sprachnotruf 112 deshalb nicht nutzen können, stehen beispielsweise die Notruf-App nora zur Verfügung, um einen Notruf abzusetzen, empfiehlt das Innenministerium Baden-Württemberg.
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11. Februar ist Tag des Europäischen Notrufs 112
Ob Feuer in Finnland oder Unfall in Ungarn: Der Notruf 112 ist in Europa der einheitliche und direkte Draht zu schneller Hilfe. Die Telefonnummer 112 ist mittlerweile in allen Staaten der Europäischen Union die Nummer in Notfällen. Auch in sämtlichen Handynetzen verbindet 112 mit der zuständigen Notrufzentrale.
Jedoch wissen bislang nur 57 Prozent der Menschen in Deutschland (Stand 2017), dass die 112 nicht nur im eigenen Land, sondern überall in der Europäischen Union (EU) Hilfe bringt. Bei einem Notfall in Deutschland würden 90 Prozent der Befragten die 112 wählen.
Wo ist es passiert?
>> Hier ist nicht nur die möglichst genaue Straßenbezeichnung samt Hausnummer (wenn zutreffend) hilfreich, sondern auch der Ort, in dem der Notfall passiert ist. Häufig werden durch die Leitstellen große Gebiete bearbeitet, in dem es dann mehr als eine „Hauptstraße“ oder „Bahnhofsstraße“ gibt. Die Nennung des Ortes vermeidet, dass in mehreren Gemeinden Rettungskräfte alarmiert werden. Die Frage nach dem „Wo“ steht mittlerweile an erster Stelle: Bricht das Gespräch danach ab, so kann zumindest Hilfe an den richtigen Ort geschickt werden!
Was ist passiert?
>> Abhängig davon, ob es sich um einen Unfall, ein Feuer oder eine sonstige technische Hilfeleistung handelt, werden unterschiedliche Fahrzeuge alarmiert – beim Müllcontainerbrand kommt die Feuerwehr mit einem Löschfahrzeug, beim Handtaschenraub die Polizei im Streifenwagen.
Wer ruft an?
>> Gerade, wenn eine Einsatzstelle beispielsweise beim außer Kontrolle geratenen Lagerfeuer im Wald schwer von außen zu finden ist, ist es für die Einsatzkräfte hilfreich, wenn die Leitstelle den Anrufer nochmals kontaktieren kann. Das „Wer“ ist durch moderne Technik wie beispielsweise die Rufnummernübertragung mittlerweile nicht mehr ganz so wichtig – eine persönliche Ansprache durch die Leitstelle kann aber nicht nur bei Kindern auch eine beruhigende Wirkung in einer stressigen Situation sein.
Warten auf Rückfragen!
>> Aufregung und Anspannung sind normal – schließlich wählt man nicht jeden Tag den Notruf! Falls man nun in der Hektik eine wichtige Angabe vergessen hat, werden die routinierten Menschen am anderen Ende er Leitung dies abfragen. Daher sollte man nie als erster auflegen, sondern warten, bis die Notrufstelle erklärt hat, dass sie alle Informationen hat.
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Tag des europäischen Notrufs 112
Der 11. Februar ist der Tag des europäischen Notrufs 112. Unter dieser Nummer ist der Notruf in der ganzen Europäischen Union zu erreichen. Der Aktionstag soll dabei helfen, die Notrufnummer 112 noch bekannter zu machen
Wo auch immer Sie sich befinden – EU-weit erreichen Sie unter der einheitlichen und kostenfreien Notrufnummer 112 Hilfe in Notsituationen. Bei Bränden, Unfällen oder lebensbedrohlichen gesundheitlichen Problemen verständigt dann jederzeit eine Leitstelle die Feuerwehr, den Rettungsdienst oder die Polizei. Dass diese Nummer europaweit gilt, wissen leider immer noch nicht alle. Dabei ist es natürlich gerade auch im Ausland wichtig zu wissen, wie man in Notsituationen Hilfe rufen kann. Der Aktionstag am 11. Februar soll dabei helfen, die Notrufnummer 112 noch bekannter zu machen und das Wissen um die EU-weite Erreichbarkeit zu verstärken.
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